Skip to main content

Isle of Harris Gin

Herkunft: | Gin-Sorte: | Größe: 0,7 Liter | Alkoholgehalt: 45 %

Ganz im Norden Schottlands liegt die Isle of Harris. Man sollte meinen, dass aus dieser Gegend eher Whisky kommt. Das ist auch so, nur muss ein Whisky lange reifen. Ein Single Malt mindestens drei Jahre. Was macht man also in der Zwischenzeit? Abwarten und Tee trinken? Nicht in Schottland. Da wird einfach die Zeit mit der Gin-Herstellung überbrückt.

In der Isle of Harris Distillery macht man es genau so. „The Hearach“ – so soll der Whisky heißen – muss noch einige Zeit in den Fässern reifen. Bis dahin widmen sich die Hersteller dem Gin. Aber nicht nur um Geld in die Kassen zu spülen – denn die Hersteller sind mit ganzem Herzen bei der Sache. Das wird unter anderem daran deutlich, weil eine ganz besondere Zutat den Geschmack des Isle of Harris Gin bereichert: Zuckertang. Das ist eine Braunalgenart, die von Hand geerntet wird und in vielen Teilen der Welt als Spezialität gilt. Unter anderem kann man mit ihm Speisen zubereiten. Oder eben Gin destillieren.

45,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Preisverlauf

Botanicals

Zuckertang, Koriander, Orangenschale, Kubeben Pfeffer, Süßholzwurzel, Zimtkassie, Wacholder, Angelikawurzel, Veilchenwurzel

Weitere Infos zum Isle of Harris Gin

Die Flasche erinnert ein wenig an alte Zeiten. Fast scheint es so, als hätte man noch eine alte Flasche aus Opas Zeiten auf dem Dachboden gefunden. Sie ist schlicht gestaltet, eine Rillenstruktur gibt ihr den nötigen Griff. Verschlossen ist sie mit einem Korken. Das Etikett ist ebenso einfach gehalten. Es ist weiß, dunkel umrandet und in ebenso älterer Schriftart bedruckt. Würde die Flasche am Strand als Flaschenpost angespült werden – man würde sie auf den ersten Blick vermutlich nicht sehen. Durch die Rillenstruktur erinnert sie an das Wasser, das die schottische Küste umspült.

Wacholder und Zitrus – das sind die Aromen, die zuerst in der Nase kitzeln. Außerdem gesellt sich Koriander und die Angelikawurzel dazu. Das Aroma wirkt maritim und frisch, was nicht zuletzt auch am Zuckertang liegen kann. Denn man verspürt den Eindruck, man säße am Strand der Isle of Harris und atmet die salzige Seeluft. Gibt man Eis hinzu, verstärkt sich dieser Eindruck sogar noch etwas.

Der Isle of Harris Gin wirkt auf der Zunge leicht bitter. Herb trifft es vielleicht besser. Wacholder und Zitrus dominieren auch im Mund. Dazu kommt eine pfeffrige Schärfe. Die Süße des Zuckertangs ist ebenso zu erahnen. Der Gin hat einen Alkoholgehalt von 45% Vol. Den schmeckt man auch, er stört aber keinesfalls. Im Abgang bleibt der Isle of Harris zwar schottisch herb, aber unangenehm wirkt der Gin nie.

Es ist nicht nur ein Übergangsprodukt, das die Schotten der Isle of Harris da herstellen. Kein Wunder: Die Destillerie ist staatlich gefördert, auch Privatinvestoren haben Geld dazu gegeben. Mittlerweile arbeiten rund 20 Vollzeitkräfte in dem noch jungen Unternehmen. Erst im Oktober 2015 wurde es gegründet. Die Schotten können zurecht stolz auf das bisher Geleistete sein, denn der Gin ist durchaus zu empfehlen. Man schmeckt die schottische Küste. Nicht nur pur, auch in Kombination mit dem richtigen Tonic Water macht er eine gute Figur. Die Hersteller empfehlen Walter Gregor’s Scottish Tonic Water ( in Deutschland nicht zubekommen ), aber auch mit Fever Tree oder dem 12724 kann der Isle of Harris punkten.