Die besten Gin & Tonics bekommst Du in einer ansprechenden Bar. An diesem Spruch wird sich auch 2017 nichts ändern, denn gerade bei den feinen Aromen und den nur mit Bedacht einzusetzenden Zutaten kannst Du ebenso viel richtig, wie auch falsch machen. Damit Du weißt, warum ein Gin & Tonic zuhause nicht immer schmeckt und worauf Du beim „Home-Mixing“ achten musst, haben wir für Dich die 8 besten „Fails“ zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen.

1 ) Das Mischverhältnis

Du möchtest Dir einen leckeren Gin Cocktail mixen? Dann machst Du am besten nicht den folgenden Fehler:
Du schüttest die ganze Flasche Tonic Water mit 200ml zu 5cl Gin.
Ja die Gin-Kenner zucken nun das erste Mal zusammen. Dieser Drink wird höchstwahrscheinlich mehr nach Tonic Water schmecken, als nach den Botanicals im Gin. Das Mischverhältnis ist sehr wichtig.

  • Hier zwei Beispiele:
    Im Highball Glas beträgt das Mischverhältnis 1:4. Das bedeutet Du gibst 5 cl Gin ins Glas und fügst 150ml Tonic Water hinzu. Für einen gekühlten Gin & Tonic empfehlen wir 5 cl Gin, 3 große Eiswürfel und 150ml Tonic Water. Damit hast Du die perfekte Mischung.
  • Unser Tipp: Die Dosen von Goldberg oder Fever Tree bieten genau 150ml Tonic. Die perfekte Menge für einen ausgewogenen Drink.

2 ) Zu wenig Eiswürfel im Gin

Für die perfekten Gin Eiswürfel brauchst Du natürlich auch eine gute Form. Wir empfehlen, immer ausreichend Eiswürfel vorzubereiten, denn drei Würfel sollten es schon sein. Die Arctic Chill Eiswürfelform liefert die perfekte Kühlung für Deinen Gin. Die Formen werden zu 80% gefüllt. Danach ergeben sie in Kombination mit einem Nachtmann Glas ein tolles Duo ab.

  • Unser Tipp: Lasse die Eiswürfel nach dem Einfrieren für 5 Minuten antauen. Danach frierst Du sie einfach nochmal ein. Dadurch halten sie im Drink später bedeutend länger.

3 ) Schlechte Eiswürfel

Die Eiswürfel haben einen großen Einfluss auf den Geschmack des Gins. Sie sollten ihn nämlich keinesfalls verändern, sondern lediglich Deinen Drink kühlen. Achte am besten darauf, dass Du immer frische Eiswürfel verwendest. Liegen Sie zu lange mit anderen Lebensmitteln im Eisfach, können sie deren Aromen aufnehmen und damit den gesamten Gin & Tonic ungenießbar machen. Ebenso sollten die Eiswürfel nicht zu schnell schmelzen, da der Drink sonst verwässert wird.

4 ) Das falsche Tonic Water zum Gin

Nicht jedes Tonic Water passt auch zu jedem Gin. Aus diesem Grund haben gute Bars immer eine große Auswahl unterschiedlicher Tonics vorrätig, damit der Gin-Freund in den perfekten Genuss kommt. Du willst genau wissen, welche Gin sich mit welchem Tonic Water verträgt? Dann schau Dir hier unser E-Book an. Wir stellen Dir darin 9+1 Gin-Sorten, sowie die passenden Mitspieler vor.

5 ) Das falsche Glas

Du kennst den Spruch: „Das Auge isst mit!“? Dann solltest Du auch beim Gin-Trinken darauf achten, das richtige Glas für den perfekten Gin-Cocktail griffbereit zu haben. Ob es ein Highball Glas, ein Tumbler oder eine Sektflöte sein soll, verrät Dir unser Ratgeber zum Thema Gin-Gläser.

6 ) Plastik ist ein No-Go

Du kaufst Dir einen hochwertigen Gin für beispielsweise 80 Euro pro Liter. Und jetzt möchtest Du diesen edlen Tropfen mit einem minderwertigen Tonic Water aus der PET Flasche vermengen? Spätestens jetzt gefriert es den Gin-Kennern das Blut in den Adern. Der stilvolle Genuss kommt niemals aus der Plastikflasche. Neben dem Geschmack und der Optik, bieten PET-Flaschen zusätzlich den Nachteil, dass Kohlensäure sehr schnell entschwinden kann.

7 ) Der Preis ist heiß?

Du möchtest einen Gin-Cocktail mixen und kaufst Dir dafür einen billigen Gin aus dem Discounter. Die Chancen stehen sehr gut, dass dies Dein erstes und letztes Gin Tasting war. Es gibt einfach eine gewisse Preisschwelle, die nicht unterschritten werden sollte. Das Produkt, der Name und andere ähnliche Gins können durch die Discounter Produkte einen großen Schaden erleiden, wie der LIDL Schwarzwald Gin beweist. Wir haben bereits darüber berichtet. Investiere lieber etwas mehr in den Gin und Du wirst garantiert ein Vielfaches an Genuss dafür bekommen.

8 ) Darf´s noch ein wenig mehr sein?

Wer keinen Hobby-Bartender in seinem Umfeld hat, hebt bitte die Hand. Keiner? Haben wir es doch gewusst. Leider gehen viele Home-Mixer mit einem Hauch zu vielen Ambitionen ans Werk. Hier ein Schirmchen, da eine kleine Figur aus Früchten und natürlich richtig viel Eis. Gin-Kenner trinken eher nach dem Motto: „Weniger ist mehr.“ Natürlich gibt es Cocktails, die auf Limetten und andere Zutaten nicht verzichten können. Gerade die Winter-Gins mit ihren Gewürzen zeigen dies sehr gut. Doch manchmal macht es einfach keinen Sinn, den Gin mit möglichst vielen Zutaten zu überladen.

Unser Fazit – Der perfekte Gin nur in der Bar?

Natürlich war die Überschrift etwas übertrieben. Mit ein wenig Übung und den zahlreichen Tipps, die wir hier auf Ginie.de zur Verfügung stellen, ist ein guter Gin-Cocktail sehr gut umzusetzen. Aus diesem Grund haben auch diesen Ratgeber geschrieben, denn er zählt die gröbsten Schnitzer auf, die beim Mixen passieren können. Also worauf wartest Du noch? Auf zum perfekte Gin.

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