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Juniper Jack

Herkunft: | Gin-Sorte: | Größe: 0,7 Liter | Alkoholgehalt: 46,5 %

In Gin gehört Wacholder. Das weiß jeder. Natürlich kommen noch andere Botanicals dazu, aber der eingefleischte Gin-Freund weiß, dass Wacholder nicht zu knapp bemessen sein darf oder gar gänzlich weggelassen wird. Beim Juniper Jack aus Meißen muss man sich da keine Gedanken machen. Noch deutlicher kann man das Aroma des Wacholders nicht riechen. Und schmecken.

Doch die Gin-Bühne ist groß, sodass der Wacholder seine Aufführung nicht alleine halten muss. Und das ist auch gut so. Allerdings ist die Platzanzahl begrenzt. Von diesem Batch des London Dry Gin gibt es nämlich nur 1.736 Flaschen. Der Grund für die ungerade Zahl ist eine Anspielung auf den Namensgeber dieses Gins: Juniper Jack. Der lebte 1736 als Mitarbeiter einer Brennerei und verlor seinen Job, weil King George II. höhere Steuern auf Gin und jährliche Lizenzen für Gin-Verkäufer festlegte. Juniper Jack revanchierte sich beim König mit dem Theaterstück „The Death of Queen Gin“. Dem alten George war das offenbar ein Dorn im Auge, Juniper Jack war immer noch seinen Job los und das Theaterstück wurde auch nur ein einziges Mal aufgeführt. Pech für Juniper Jack, Glück für uns. Denn ohne ihn hätten wir jetzt nicht dieses Destillat aus dem Osten Deutschlands.

49,47 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 16. September 2019 9:27
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Botanicals

Wacholder, Wermut, Bitterorange, Zitronenschale, Koriander, Minze, Brombeere. Und noch einige weitere 3 Zutaten, die der Hersteller aber nicht verrät.

Weitere Infos zum Juniper Jack

Bauchig kommt sie daher, die 0,7-Liter-Flasche. Sie ist gänzlich durchsichtig und mit allerlei filigranen Verzierungen versehen. Unter anderem das Konterfei von Juniper Jack höchstpersönlich ist auf der Seite zu bewundern. Das Etikett ist edel und sparsam. Kein Schnickschnack, nur das Nötigste. Insgesamt ist die Flasche „auf alt getrimmt“. Das passt ja auch in die Zeit von 1736. Wie so viele Gin-Flaschen macht auch der Juniper Jack eine gute Figur im Regal.

Öffnet man die Flasche, verströmen sehr deutliche Wacholder-Aromen. Keine große Überraschung, weil er nun einmal zur Grundausstattung eines Gins gehört. Hält man die Nase aber etwas dichter an die Flasche erschnuppert man außerdem Zitrus, Wermut und Koriander. Auch Fichtennadeln sind nicht weit entfernt. Insgesamt ein stimmiger Duft, der Lust auf mehr macht. Schwenkt man ihn im Glas, sieht man seine ölige Konsistenz.

Auf der Zunge dann das gleiche Bild: Wacholder dominiert. Allerdings fehlt im Mund die Süße, die beim Nosing noch deutlicher war, fast völlig. Dennoch stimmt die Balance zwischen herben und fruchtigen Aromen. 46,5 % Vol. Alkohol bringt der Juniper Jack aufs Tableau. Den merkt man auch, allerdings stört er kaum beim Abgang. Alles in allem wirkt das Destillat eher mild. Gibt man Eis dazu, wird der Juniper Jack sofort trübe.

Der Juniper Jack kommt aus Deutschland. Bei Meißen hat er das Licht der Welt erblickt. Ein bodenständiger Gin, der hält was er verspricht. Wer Gin zu seiner Leidenschaft gemacht hat, wird am Juniper Jack seine Freude haben. Denn die erlesenen Botanicals sind – mit Ausnahme des Wacholders – oft nur zu erahnen. Vor allem die, die der Hersteller nicht nennt. Ein feines Näschen und anspruchsvolle Geschmacksnerven werden daher bei jedem Glas ein neues Gin-Erlebnis bescheren. Auch im Mix kann der Juniper Jack überzeugen. Mit dem richtigen Tonic kann er ebenso seine Stärken beweisen.